begrünte Dächer

Warum sind begrünte Dächer in Städten wichtig und sollten eingerichtet und auch gefördert werden?

Stadt- und Landschaftsplaner können z.B.  bei Bauprojekten unter „Ökologische Ausgleichsflächen, Lebensräume für Tiere. Anerkannte Minderungsmaßnahme bei der Eingriffs-Ausgleichsregelung“   begrünte Dächer einplanen (über den Nutzen und Vorteil begrünter Dächer zur Wasserrückhaltung, Wärmedämmleistung (Winter), als Hitzeschild (Sommer), Klimaverbesserung, Filterung von Schadstoffen etc.  hier noch mehr ).

Entstehen aber auf begrünten Dächern tatsächlich attraktive Lebensräume für Tiere, speziell für Insekten und Vögel,  und sollten daher als ökologisch wertvoll unterstützt werden?  Zwei New Yorker Biologen (Dustin R. Partridge , J. Alan Clark,  Fordham University)  haben genau dies im Stadtgebiet von New York untersucht.

Die beiden Biologen analysierten  begrünte und nicht-begrünte Dächer auf ihr Potential für brütende und wandernde Vögel sowie für Insekten als Nahrung für die Vögel.

aus: Dustin R. Partridge and J. Alan Clark (2018) Urban green roofs provide habitat for migrating and breeding birds and their arthropod prey. PLOS | one https://doi.org/10.1371/journal.pone.0202298

Sie fanden auf den begrünten New Yorker Dächer mehr und eine größere Vielfalt von Vogel- und Insektenarten als auf den konventionellen Flachdächern. Zugvögel nutzten begrünte Dächer z.B. als Zwischenstop während ihrer jahreszeitlichen Wanderung und zur Nahrungssuche vor allem während der Brutzeit. Dies betrifft vor allem Vogelarten, die auf Insekten als Eiweißspender angewiesen sind (wie. z.B. Meisen, Gartenrotschwanz, Baumläufer, Bachstelzen, Zipzalp). Die Menge und Artenvielfalt von Insekten und anderen Gliederfüßern ist auf begrünten Dächern im Frühjahr dreimal und im Sommer sogar 15 mal so hoch als auf nicht begrünten (vergessen wir nicht die Bestäuber bei den Insekten, also Bienen und Schmetterlinge). Etwa dreimal so viele Vogelarten zählten die Forscher auf einer bepflanzten Dachfläche gegenüber einer nicht-bepflanzten. Vor allem tauchen auf den begrünten Dachflächen auch solche Vogelarten auf, die Städte eher meiden, da sie auf zahlreiche Insekten als Nahrung angewiesen sind. New Yorker Tauben lassen sich im übrigen nur selten auf den begrünten Dächern blicken, da sie als Körnerfresser andere Nahrungsquellen in der Stadt suchen und finden.

Das Resultat dieser Untersuchung ist sicher nicht nur bedeutsam für die New Yorker Stadtplanung, sondern läßt sich sicher auch auf Frankfurt übertragen.
Insektenfressende Vögel können durch das reichhaltige Insektenangebot erfolgreich brüten und ihre Junge aufziehen. Zugvögel nutzen begrünte Dachflächen gerne als Oasen oder Inseln als Zwischenstop  beim Überqueren großer Siedlungsgebiete. Begrünte Dächer können als Trittsteine dienen, die Parkanlagen, Kleingärten und Gärten miteinander vernetzen. Begrünte Dächer können zwischen daher den Verlust an Biotopen durch die fortschreitende Urbanisierung und Versiegelung von Flächen zumindest teilweise ausgleichen.

Hier der link zu dem (englischen) Artikel:
Urban green roofs provide habitat for migrating and breeding birds and their arthropod prey

Gertrud

 

 

Stand der Dinge: 24.09.2018

Stand der Dinge: 24.09.2018

Gegenüber den Holzcontainern der Schule gräbt sich der Bagger immer tiefer. Im Anschnitt sieht man recht gut, auf welchem Boden wir wohnen werden: Sand- und Kiesbänke der Mainebene, bedeckt  von brauner Muttererde, aus der rötliche Bestandteile nach unten gewandert sind.
Gertrud

Freitags-Presseschau

Freitags-Presseschau in Sachen „wohnen“

aus der FAZ: Wie wir leben wollen – das Bett. 
Dies ist ein interessanter Artikel, der sich – natürlich – nicht nur aufs Bett bezieht, sondern sich Gedanken um andere Wohn- und Lebensformen macht.

Presseschau (Foto: Ralf Roletschek, Wikipedia)

aus der Süddeutschen Zeitung: Warum bauen so kompliziert ist
Wie Städte weltweit Wohnraum schaffen

 

noch eins aus der FAZ:
Schäfer-Gümbel und Mike Josef reisen nach Wien

Suppenfest 2018

Niederräder Suppenfest am 15.09.2018

Wie jedes Jahr feierte Niederrad ein großartiges Suppenfest, organisiert von der Paul-Gerhardt-Gemeinde (wo es auch stattfindet), dem Quartiersmanagement und dem Mainfeld Jugendtreff.
8 Schnippel- und Kochtrupps waren am Start, auch die Wohngeno war wieder dabei mit einem Rezept von Katalin (Tortellini-Gemüsesuppe). Es war voll, es war hektisch, es war lustig, es gab gepflegte Musi, Kaffee und Kuchen.
Laut Aussage von Benno Mayer (von der Paul-Gerhardt-Gemeinde) sollen 320 Löffel die 8 vollen Suppentöpfe in rasanter Geschwindigkeit geleert haben. Leider konnte sich nicht jeder Löffel jedem der 8 Töpfe nähern, um ein geschmackvolles Urteil abzugeben….es waren diesmal einfach zuwenig Kochmannschaften und gut gefüllte Suppentöpfe  dabei.

Die meisten Suppenteller, und damit den ersten Preis,  hat die Paprikasuppe der SPD- rot und ziemlich scharf – eingeheimst. Die Salzmannschule hat mit einer Türkischen Hochzeitsuppe gepunktet und der Jugendtreff BREAK 14 mit einer Linsensuppe.

Die Tortellini-Gemüsesuppe von der Wohngeno war zwar sehr schnell aufgegessen, konnte diesmal aber leider nicht gegen die Konkurrenz bestehen.
Sieger-Rezepte folgen.

Hier die Vorankündigung aus der Frankfurter Neuen Presse und ein Bericht aus der Frankfurter Rundschau
Gertrud

 

Stand der Dinge: 15.09.2018

Stand der Dinge: 15.09.2018

Josse war zum Besuch beim Suppenfest und hat die Gelegnheit genutzt beim Baugelände vorbeizuschauen und zu fotografieren.

Es tut sich was: Berge von Erde in verschiedenen Farben wachsen und verschwinden wieder. So langsam läßt sich eine Grube (oder mehrere?) erkennen.

Mit einem Weitwinkelobjektiv bekommt die Baustelle eine ganz andere Wirkung:

…Laubengang 3. Strophe

…die letzte Strophe….

So stimm ich an den Lobgesang
auf eben jenen Laubengang,
der unser Haus einst zieren soll,
luftig, sonnig, stimmungsvoll.
Nicht zu schmal und nicht zu grau,
vielmehr wie im Klosterbau,
wo im Kreuzgang Mönche bummeln,
bisweilen auch Gebete brummeln,
sich aufs Lesen konzentrieren,
auch mit Brüdern gern parlieren,
sich an der Natur erfreuen
und auch manchen Spaß nicht scheuen,
auch Gästen eine Bleibe bieten,
sich dort kurz mal einzumieten,
um nach der Arbeit Mühen
in Ruhe wieder aufzublühen.

So möge unser Architekt
beim Niederräder Wohnprojekt
unsre Wünsche wohl bedenken
und uns einen Traumgang schenken.

….Laubengang 2. Strophe

Die 2. Strophe….

Ein Laubengang,
welch schöner Klang!
Die Laube ist’s, die mich verzückt,
in eine andre Welt entrückt,
friedlich und von Grün umgeben,
lasse ich Gedanken schweben,
träume, lese und genieß
mein kleines feines Paradies,
das dennoch Platz für viele hat,
ist man der Einsamkeit denn satt,
man lädt sich dann ganz ungeniert
Nachbarn ein und diskutiert,
man redet, trinkt, man isst,
dass man dabei die Zeit vergisst.
Und dass man gemütlich sitze
sind Stühle, Hocker, Kissen nütze
wie über kurz und über lang
in unserm Geno-Laubengang.

Unser einziges Bestreben:
Ihn mit Lust und Liebe zu beleben!

Jule

Stand der Dinge: 10092018

Stand der Dinge: 10.+11.09.2018

Jetzt wird in die Tiefe gegraben.
Tiefe Reifenspuren von Baggern und Entsorger-Lastwagen machen hübsche Muster in Erde und Schlamm.

Unser grüner Container
– er existiert natürlich immer noch – hat ein schönes schattiges Plätzchen gefunden.

 

Tag des offenen Wohnprojekts

08.09.2018 – der erste Tag des offenen Wohnprojektes in Frankfurt

Leider waren wir mit den beiden Projekten der Wohngeno ja nicht mehr in den Flyer für den „Tag des offenen Wohnprojektes“ gekommen – zu spät, zu spät. Aber durchaus über die Webseite des Netzwerks Frankfurt
 für gemeinschaftliches Wohnen e.V. zu finden

Wohnen mit Kind am Riedberg

Trotzdem waren wir (Axel, Beate, Angelika, Andreas, Joachim, Marianne, Gertrud vom Projekt betrifft und WmK-Bewohnern) mit Plakaten, Flyern, Nudel und Kartoffelsalat, Muffins und Kuchen am Riedberg, um interessierten Menschen Fragen nach unseren beiden Projekten zu beantworten. Gerechnet haben wir, wegen der Flyer-Panne, mit wenig Interessenten. Überraschung: es kamen dann doch eine ganze Reihe von neugierigen Leuten. Das dem Wohngeno-Projekt „Wohnen mit Kindern“ benachbarte Wohnprojekt „Gewagt e.V.“ der ältesten Baugenossenschaft Frankfurts (Beamten-Wohnungs-Verein) war ein  Anziehungspunkt mit Film und Rundgang, der sich bis zu uns ausdehnte.  Wir hatten also bis ca. 17:00 Uhr gut zu tun, aber auch Zeit uns miteinander über „Wohnen-mit-Kindern“ und „Betrift“ auszutauschen.  Interessierte Gäste kamen nicht nur direkt aus Frankfurt bzw. der Rhein-Main-Region, sondern auch aus anderen Bundesländern. Vor allem unsere Erfahrungen mit genossenschaftlichen Projekten waren gefragt.
Auch die Presse berichtete vom Tag des offenen Wohnprojekts: die Frankfurter Rundschau (Lokalteil) stellt das realisierte  Projekt der Genossenschaft Fundament e.G. (Naxos) vor und das sich entwickelnde Projekt des Vereins „Gemainsam“ in Höchst

Gertrud