Baugelände: Stand der Dinge am 30.08.2018

….ein trüber Tag….Hitzeperiode vorbei….nur 18 Grad:
Es tut sich was: Stand der Dinge am 30.08.2018

–  die Berge aus Erde vermehren sich
– die letzten Plakate geben ihr Dasein auf
– größere Bagger besetzen das Gelände
– die Bauplanung hat zwei Arbeits-Container aufgestellt
Gertrud

Wüste lebt – Holger

Aus dem Gefecht gesetzt aber trotzdem ziemlich munter.

Holger kommentiert die – mittlerweile nicht mehr ganz so –
aktuelle Lage, Temperaturwerte und die dazu passenden Visionen.
Viel Vergnügen!
[Gertrud]

Wueste lebt

Der heisse wüstenwind spiegelt eine doppelsillouette des mächtigen königs der wueste. Schweiss strömt in perlen von der stirn, brennt in den augen.  Der schirokko dörrt die kehle aus. Mein rechtes bein, gruen und blau verfärbt, ist auf die doppelte grösse angeschwollen. Zitternd greife ich nach der wasserflasche, die kilometer entfernt scheint. Ein telefon klingelt! –  Ein telefon klingelt?!? Der klingelton ruft mich zurueck in die gegenwart: bad homburg, reha klinik.

Bei gefühlten 36 grad celsius in zimmern und reha-räumen: „und wir treten auf der stelle, die hacken schön hoch.“ In der fussgängerzone, nur 500m entfernt, lockt die eisdiele – aber: „wir treten auf der stelle.“

Im zeitalter bemannter raumstationen und künstlicher intelligenz sollte es fortgeschrittenere reha-methoden geben. Auch die diät-assistentin am nachmittag vermag mit ihrem vorschlag „lauch-sellerie-couscous an ingwer-cranberryblättertee“ nur bedingt zu fesseln, vor meinen augen manifestiert sich die fata morgana eines eiskalten hopfenblütengetraenks. Nur noch 3 wochen.

Dennoch: auf eine rosige zukunft eines mir gut bekannten orthopäden/chirurgs im wiesbadener raum würde ich derzeit keine wette abschliessen.

[Holger]

Baugelände: Stand der Dinge am 15.08.2018

Es tut sich was: Stand der Dinge am 15.08.2018

Heute wurde mit dem Aushub der Baugrube begonnen:

  • Die Plakatwände wurden entfernt und ein Bauzaun zur Triftstrasse aufgestellt
  • Ein oranger Bauwagen wurde auf das Baugelände gerollt
  • An der Penny-Seite wurde ein Graben ausgehoben und mit Beton verfüllt.

Baugelände: Stand der Dinge am 13.08.2018

„Ruhe vor dem Sturm“ – Stand der Dinge auf dem Baugelände am 13.08.2018

Erdhügel wachsen – der kleine Bagger hat sich hier und dort in den Untergrund gegraben – eine wichtige knall-orange Baustellen-Einrichtung ist unübersehbar (erinnert mich sehr an Dr. Who’s Abenteuer durch Raum und Zeit mit TARDIS, seinem Raumschiff).
Gertrud

über Laubengänge-Teil2

über……..

Laubengänge – Galerien – Pergolen – Loggien – Lauben – Freisitze – Pawlatschen – Treillagen – „living streets“ – Engawa
Zweiter Teil

Gesellschaften entwickeln sich, werden älter oder verjüngen sich. Entsprechend wandeln sich Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen, die wir mit dem Wohnen verbinden. Wohnformen ändern sich

  • ältere Paare möchten sich verkleinern, weil ihre Kinder mittlerweile erwachsen sind,
  • Wohngemeinschaften suchen größere Wohnungen mit anderen, ihren Bedürfnissen angepassten Grundrissen
  • junge Familien möchten jenseits von Schlafzimmer-Wohnzimmer-Kinderzimme-Küche-Flur andere Wohn- und Lebensräume,
  • Singles suchen kleinere Wohnungen,
  • auch im höheren Alter möchten Menschen nicht isoliert leben, sondern bei eingeschränkter Mobilität Hausgemeinschaften genießen.

Die meisten Bewohner wünschen sich generell – neben kostengünstigen und attraktiven Wohnungen – lockere Bekanntschaften, Freundschaften und funktionierende Nachbarschaften.

Wenn Konzept und Architektur stimmen, offerieren Laubengänge einen halböffentlichen Lebensraum, eine Balance zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen, zwischen Offenheit und Abgeschlossenheit, gemeinschaftlichem Halt und persönlicher Freiheit.

Laubengänge können zufällige Begegnungen erleichtern und zu informellen Treffpunkten einladen.

„über Laubengänge-Teil2“ weiterlesen

Presseschau zum Spatenstich

Presseschau zum Spatenstich

„Auf einer Brachfläche an der Triftstraße in Niederrad haben am Donnerstag mit einem symbolischen Spatenstich die Arbeiten an einem fünfstöckigen Haus begonnen, das Platz für 51 Wohnungen und mehr als 100 Menschen bieten soll“. So beginnt der Bericht über den Spatenstich des Projektes BeTrift von Christoph Manus, der in der Frankfurter Rundschau erschien. Der Spatenstich war also nicht nur für die zukünftigen BewohnerInnen ein Ereignis. Auch die Presse berichtete. Unter der Überschrift „Solidarisch leben in Niederrad“, hob die FR etwa hervor, dass in der Triftstraße auf innovative Weise bezahlbarerer Wohnraum geschaffen werde. Die Zeitung registrierte zudem, dass sich unterschiedliche politische Kräfte hinter das Projekt stellten. So versprach etwa der Niederräder Ortsvorsteher Christian Becker (CDU), das Projekt weiter zu unterstützen. Der zum Spatenstich extra angereiste Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Mike Josef, wies auf die Bedeutung des Projekts hin: „Wer über bezahlbaren Wohnraum redet, kommt nicht daran vorbei, gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohngruppen in die Stadtentwicklung einzubinden.“

Presseschau (Foto: Ralf Roletschek, Wikipedia)

Die Frankfurter Neue Presse legte den Schwerpunkt ihrer Berichterstattung stärker auf die Geschichte des Projektes und damit auch auf jene Phase, die dem Spatenstich vorausging. Für die FnP beschreibt Friedrich Reinhardt etwa, wie die Wohngeno eG mit sich ändernden Brandschutzvorschriften und Stellplatzverordnungen zu kämpfen hatte. „Mit diesem Spatenstich“, resümiert die Zeitung nun aber, „sollte das große Hin und Her um das genossenschaftliche Wohnbauprojekt der Wohngeno begraben sein“. Neben diesem Fokus auf die Geschichte des Projektes, ergründet Reinhardt zudem , wie sich die zukünftigen BewohnerInnen das Zusammenleben  vorstellen: man wolle gemeinsam wohnen aber „auch mal die Tür hinter sich zu machen“ können.

Rheinmaintv stellte in seinem im Rahmen von „Rheinmain Aktuell“ gesendeten Bericht über den Spatenstich in Niederrad insbesondere heraus, dass in der Triftstraße Wohnungen mit günstigen und langfristig fixierten Kostenmieten entstehen. Damit sei das Projekt BeTrift der Wohngeno ein interessantes und stadtpolitisch relevantes Gegenmodell zu den rasant steigenden Mieten in Frankfurt.

Der Frankfurter Zeitungsverlag und Frankfurt-Live fokussieren ihre Berichterstattung über den Spatenstich insbesondere auf das entstehende Haus. Beide heben hervor, dass das Projekt gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen soll, das sozial, ökologisch und dabei ein kultureller Zugewinn für den Stadtteil sein soll. Beide weisen zudem darauf hin, dass weitere Unterstützung für das Projekt sehr willkommen ist.
Philip

„Beweissicherung“

„Baustelle Triftstrasse“: Tut sich was? Tut sich nix? Was passiert gerade?

Die Baustelleneinfahrt ist mittlerweile abgesperrt und die Haltestelle bereits verlegt. Sonst passiert nichts sichtbares auf dem Baugelände:
Container mit ausgegrabenen Baumstümpfen warten auf den Abtransport, weitere Haufen von Baumstümpfen und Abfall, der sich beim graben sich an die Oberfläche gewagt hat, lassen sich bei 33 Grad ausdörren……..

Aber natürlich passiert etwas, allerdings im Hintergrund und nicht sichtbar.
Die „Beweissicherung“, die den Ist-Zustand der uns direkt benachbarten Gebäude protokolliert und fotografiert, ist unterwegs. Das ist wichtig, falls sich durch die Bautätigkeit Schäden an den Nachbargebäuden zeigen sollten, oder ob Schäden bereits vor Baubeginn da waren.
Gertrud

Wiener Pawlatschen und neapolitanische Laubengänge

Wien – Neapel – Wien
Eine Reise von den Wiener zu  neapolitanischen Pawlatschen

Hat Wien und Neapel etwas gemeinsam?
Auf den ersten Blick ist da nichts – kein Wurschtelprater, kein Burgtheater, kein Zentralfriedhof – kein Hafen, kein Meer, keine Pizza Neapolitana.

Bei den Cafés – na ja – bei der Jugendstil Passage, Umberto I – aber da gibt es die Überraschung – wir haben gebucht im 5. Stock ein Appartement, fahren mit dem Lift hinauf und was sehen wir – was führt uns zur Eingangstür des Appartements, vorbei an anderen Türen – eine Pawlatschen (ein Laubengang). Von dem ich dachte, dass es nur in Wien zu finden ist, und worauf wir uns freuen in unserer BeTrift Wohngeno demnächst solche Laubengänge zu haben, solche finden wir auch in Neapel.

Die schönsten Exemplare in Wien und Neapel haben wir fotografiert.
Angelika Sieburg und Andreas Wellano  

über……Laubengänge

über……..
Laubengänge – Galerien – Pergolen – Loggien – Lauben – Freisitze – Pawlatschen – Treillagen – „living streets“ – Engawa
Teil 1

Unser Haus in der Triftstrasse wird ein wichtiges architektonisches Bauelement haben, nämlich zum jeweiligen Innenhof gelegene, umlaufende Laubengänge auf jeder Etage.

Laubengang ist nicht gleich Laubengang. Es gibt positive aber auch negative Bewertungen von Laubengängen, die sich vor allem in der Architektur und der räumlichen Atmosphäre begründen.

So werden Laubengänge, die nur der – preiswerten – Erschließung von Wohnungen dienen und i.R. an der Nordseite, auf jeden Fall an der Außenseite von mehrgeschossigen Wohnkomplexen angeordnet sind, von Architekten, Wohnungsbaugesellschaften und den Bewohnern negativ beurteilt.  Meist ist diese Art Laubengang auch sehr schmal, und Brandschutzauflagen untersagen jeden Geranientopf.

  • Architekten bemängeln funktionale Kriterien und baurechtliche Vorgaben, die ihre Gestaltungsfreiheit bei der Fassadengestaltung beeinträchtigen.
  • Wohnungsbaugesellschaften befürchteten, dass die Immobilien von den Bewohnern nicht angenommen würden, weil deren Privatsphäre eingeschränkt sei.
  • Die Bausubstanz könnte unter der Witterung, besonders in kalten Wintern durch Vereisung leiden.
  • Angst vor Einbrüchen, weil viel zu offen und einsehbar
Laubengang eines Miet-Hochhauses in Saarbrücken: gemauert mit einem niedrigen Geländer. Nicht sehr einladend.

Ein langer öder, offener Korridor den man schnell hinter sich bringt, um erleichtert seine Wohnungstür hinter sich zu schließen – das ist kein Laubengang, so wie wir ihn uns wünschen.