Grundsteinlegung 10. November 2018 (4)
- Zum Vierten
Was wird unser Haus zu einem besonderen Haus machen?
Viele Fahrräder – ein Kulturverein, der bereits viele Pläne hat – Carsharing Stellplätze – Cafe im Erdgeschoss….und…und… [Gertrud] [Rudi]

// Genossenschaft für gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt
Grundsteinlegung 10. November 2018 (3)
Die Baugrube macht mächtig Eindruck….wie groß:
Stand der Dinge: 08.11.2018Mittlerweile sind Container für die Bauarbeiter angliefert und aufgestellt worden. Die Vorbereitungen für die Grundsteinlegung laufen.
Es ist reichlich Platz da, um am kommenden Samstag die Grundsteinlegung zu feiern, ohne in die Baugrube zu fallen: ein Geländer ist zu unserer (und anderer) Sicherheit zusammengezimmert worden. Die Platte für die Grundsteinlegung ist gegossen und die Bausteine dafür stehen verpackt zum hochmauern bereit.
[Gertrud]
Zwei kulturelle Veranstaltungen kündigen sich an:
1. das WuWei-Theater (Angelika Sieburg und Andreas Wellano) haben ein neues Stück in ihrem Portfolio:
Premiere für das Stück ist am kommenden Freitag, 05.11.2018, gespielt wird in den „Landungsbrücken“ (Gutleutstr. 294), um 20:00 Uhr und zwar:
„Tischgesellschaft für Zeitverkostung“. Näheres dazu findet sich HIER.
2. Illuminago inszeniert Theater mit leuchtenden Bildern. Übernächsten Sonntag zeigen Cornelia Niemann, Karin Bienek und Ludwig Vogl-Bienek von illuminago eine Wiederaufnahme aus Anlass „100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges“:
„IN TREUE FEST! Stricken und Sterben im Ersten Weltkrieg“
[es spielen Karin Bienek (illuminago) und Corlelia Niemann (Konzept, text und Regie). illuminago hat die Bildrecherche, reproduktion und die Projektionskunst verantwortet]
am 18.11.18, 19 Uhr
Frankfurt a. M., Bockenheim
Saal der Gemeinde Frauenfrieden
Zeppelinallee 101.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.
marien-frankfurt
illuminago
[Gertrud]
Der Aufbau der Bodenplatte (das ist das plattenförmige Fundament) geht weiter:
Auf die Sauberkeitsschicht – verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit – kommt die eigentliche Bodenplatte aus Stahlbeton. Dafür werden die Stäbe aus Bewehrungs-, Beton-oder auch Armierungsstahl als Geflecht ausgelegt und miteinander mit Bindedraht zu einem Korb fixiert. Danach wird Beton eingefüllt und damit der eigentlich Stahlbeton als Verbundstoff mit einer hohen Zugfestigkeit (der Stahl: 500 Newton/mm2) und Druck- und Biegefestigkeit erreicht. Der Armierungsstahl wird gerade in mehreren Schüben angeliefert und mit dem Kran in die Baugrube abgelassen.
[Gertrud]
Letzten Freitag wurde die erste Bodenplatte gegossen, heute kommt ein weiteer Teil dazu. Hier der Stand der Dinge am Montag morgen (29.10.18) um 9 Uhr morgens:
[Gertrud]
Von Ludwig gelesen:
Aus dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung: [der Artikel ist online nur gegen Bezahlung verfügbar]
Der Zauber des „So nicht“!
Was schweigend verzweifelte Mieter von der Hamburger Hafenstraße lernen können.
Der Autor Till Briegleb rekapituliert die (teilw. militanten) Auseinandersetzungen um die Hausbesetzungen in der Hamburger Hafenstraße seit 1982. Nach einer Einigung mit dem Senat 1996 konnte das Gründerzeitensemble erhalten werden und wurde in die Selbstverwaltung einer Genossenschaft überführt, die bis heute bezahlbaren Wohnraum gewährleistet. Er bezeichnet die Hafenstraße als „Mutter des ‚So nicht!’“ gegenüber einer neoliberalen Stadtentwicklungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum vernichtet. Die konkrete Lebenspraxis in der Hafenstraße spricht natürlich nicht jeden an. Dennoch verdeutlicht sie für den Autor die Möglichkeiten der Selbstverwaltung als Alternative zu unschönen Wohnformen wie der „Substandard-Schachtel am Ende des S-Bahn-Netzes“. Eindringlich verweist er jedoch auf die heutige Chancenlosigkeit von „Menschen, die ein Projekt ohne Kapital nur mit Willen und Arbeitskraft aufbauen wollen“. Für ihn zeigt das Modell der Hamburger Hafenstraße, dass das Recht auf erschwingliches und selbstbestimmtes Wohnen „ohne organisierten Widerstand kaum zu erringen ist“. In der (gebührenpflichtigen) Online-Ausgabe des Artikels beginnt der Untertitel mit: „Es müssen ja nicht gleich brennende Barrikaden sein.“
Aus unserer Perspektive verdeutlicht der Artikel die städtebauliche Relevanz des gemeinschaftlichen Wohnens und die sozialpolitische Notwendigkeit, diese Wohnalternative für alle Einkommensgruppen zugänglich zu machen. Für die dringend erforderliche Reform des gegenwärtigen Systems der Wohnraumversorgung können die Wohnprojekte eine Vielfalt praktischer Erfahrungen beisteuern.
[Ludwig]